speakUP-Artikel nach der Wahl

Hier gibt es die vollständigen Antworten auf die Fragen der speakUP, die in den Artikel vom 14. Juni eingeflossen sind:

1. Wie erklärt ihr euch die sehr hohe Zustimmung für eure Liste durch die wählenden Studierenden?

Viele unserer Kommilitonen interessieren sich für unsere Arbeit, weil sie mit einigen der im letzten Jahr beschlossenen Projekte und der grundsätzlich eher zurückhaltenden Kommunikation ähnlich unzufrieden sind wie wir. Sie hoffen darauf, dass wir nun die Möglichkeit haben, ein paar Dinge zu ändern. Zwar sind wir Vertreter aus nur einem Studiengang, doch auch an den anderen beiden Uni-Standorten konnten wir Stimmen sammeln. Ein klares Zeichen dafür, dass die Forderung nach einem Wechsel der aktuellen Politik auf starken Zuspruch trifft.

2. In welcher Rolle seht ihr die Vertreter eurer Liste in der kommenden Legislatur? Wollt ihr den AStA mitstellen, in der Opposition sein oder euch anderweitig verhalten – und warum?

Wir sind uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher, ob wir selbst für einzelne Referate im AStA kandidieren möchten. Wir sehen die Arbeit im StuPa, durchdachte Entscheidungen und gute Dokumentation als unsere Hauptaufgabe. Wie wir schon im Wahlkampf zum Ausdruck gebracht haben, werden wir nicht auf Basis der vorschlagenden Listen Entscheidungen fällen, sondern jeden Antrag individuell bewerten. Opposition um der Opposition willen hilft in unseren Augen nicht weiter, genauso wenig wie vorschnelles Zustimmen gegenüber einem Koalitionspartner.

3. Welche universitären und hochschulpolitischen Themen sind euch für die kommenden zwei Semester besonders wichtig und welche Initiativen/Anträge plant ihr für die kommende Legislatur?

Die Diskussionskultur im StuPa ist sehr häufig erschreckend unfreundlich. Konstruktive Diskussionen unter möglichst vielen Mitgliedern des Gremiums sind uns besonders wichtig. Auch die Zusammenarbeit mit dem AStA und insbesondere der Versammlung der Fachschaften (VeFa) muss deutlich verbessert werden. Gerade die Fachschaftsräte sind viel näher an den Studierenden und haben einen deutlich besseren Kontakt als das StuPa. Es würde daher allen helfen, die Zusammenarbeit auszubauen, die breit aufgestellte VeFa stärker einzubeziehen und ihr mehr Kompetenzen zu übertragen.

4. Wieso sind in diesem Jahr nach eurer Meinung wieder nur so wenige Studierende zur Wahl gegangen?

Die Wahlbeteiligung ist zwar angestiegen – nicht zuletzt auch durch unsere Bemühungen – und ist doch trotzdem noch sehr gering. Nach wie vor sind wir der Ansicht, dass die Arbeit des StuPa viele Studierende nicht erreicht. Weil die meisten Studierenden von einem Großteil der Beschlüsse des StuPa nicht betroffen sind, gewinnen sie kaum Interesse für die Arbeit, auch wenn einzelne Themen vielleicht schon interessant wären. Alle bezahlen in jedem Semester ihren Studierendenbeitrag, die wenigsten werden aber wissen, was damit geschieht. Das wichtigste Ziel muss es daher für sämtliche studentischen Gremien sein, die Arbeit so weit wie möglich transparent zu halten und so aufzubereiten, dass sie für alle leicht nachvollziehbar ist.