speakUP-Artikel vor der Wahl

Hier gibt es die vollständigen Antworten auf die Fragen der speakUP, die in den Artikel vom 8. Juni eingeflossen sind:

1. Welche aktuellen hochschulpolitischen Themen sind für euch am wichtigsten und warum?

Uns geht es hauptsächlich um die Art und Weise der Arbeit in den Gremien an sich. Wir sind der Meinung, dass sowohl StuPa als auch AStA in den letzten Jahren nicht an allen Stellen so gearbeitet haben, wie wir es für richtig halten. Die Arbeit muss nach außen transparenter werden. Beispielsweise wurde der Finanzleitfaden für die Fachschaften verändert, ohne dass darauf hingewiesen wurde. Noch nicht einmal das Datum auf dem Leitfaden wurde angepasst, trotzdem wurden Abrechnungen mit Verweis auf den veränderten Leitfaden verweigert.

2. Mit welchen Programmpunkten differenziert ihr euch von den anderen Hochschulgruppen?

Zum einen sind wir parteiunabhängig. Wir interessieren uns nicht dafür, wer Vorschläge und Anträge einbringt und aus welchem politischen Lager sie kommen. Für uns ist wichtig, dass Entscheidungen so getroffen werden, dass sie für die Mehrheit der Studierenden sinnvoll sind. Zum anderen sind wir sehr an der Offenheit von Gremienarbeit interessiert. Wir erwarten, dass zumindest der Inhalt von behandelten Anträgen im AStA immer veröffentlicht wird und dass auch die Protokolle etwas ausführlicher werden. Denn wenn die Hochschulpolitik nicht transparent ist, wird sich auch weiterhin kaum jemand für sie interessieren.

3. Welche Inhalte sind euch warum besonders wichtig?

Die Transparenz haben wir bereits angesprochen. Ebenso, dass Gremien wie das StuPa von dem „Listendenken“ etwas Abstand nehmen und alle Mitglieder versuchen sollten, konstruktiver miteinander zu arbeiten und Vorschläge nicht nur deshalb scheitern zu lassen, weil sie nicht von der eigenen Fraktion vorgeschlagen wurden. Dazu kommt, dass die Arbeit effizienter werden muss. Formalitäten müssen von den Gremien schnell bearbeitet und Fristen so weit wie möglich verkürzt werden. Aufgaben wie die Aktualisierung von Informationen auf Webseiten müssen einfach schnell erledigt werden. Genauso sollten Tagesordnungspunkte nicht immer wieder vertagt werden, weil sich die Mitglieder eines Gremiums teilweise nicht rechtzeitig mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Effizienteres Arbeiten der Gremien würde viele unserer Kritikpunkte schon lösen.

4. Seht ihr einen Zusammenhang zwischen dem Einflussgrad des StuPas und der Wahlbeteiligung in den letzten Legislaturperioden?

Der Einfluss des StuPa ist ziemlich groß. Schließlich verwaltet das Parlament einen Großteil der Studierendenbeiträge und wählt den AStA als „Regierung“ der Studierenden. Als Grund für die niedrige Wahlbeteiligung sehen wir eher, dass die Arbeit des StuPa auf einer Ebene passiert, die viele Studierende gar nicht mitbekommen. Während Fachschaftsräte sehr nah an den Studierenden und viel mit ihnen zusammen arbeiten, sind die übergeordneten Gremien für den Einzelnen nicht wirklich relevant. Wir wünschen uns, dass die Arbeit des StuPa die Studierenden direkter anspricht und auch nach außen viel mehr kommuniziert wird.

5. Wie habt ihr auf euch bei den Studierenden aufmerksam gemacht?

Viele Studierende aus unserem persönlichen Umkreis interessieren sich für unsere Arbeit, weil sie mit der aktuellen Situation ähnlich unzufrieden sind wie wir und von der Idee überzeugt sind, gemeinsam etwas zu ändern. Um auch über unsere direkten Kontakte hinweg Leute zu erreichen, hängen wir Plakate auf und verteilen Flyer in den Mensen. Außerdem haben wir natürlich eine Facebook-Seite und eine Webseite.

6. Wofür steht ihr und was sind eure wichtigsten Programmpunkte?

Wir stehen für Transparenz, Effizienz und ernsthafte inhaltliche Auseinandersetzung mit Themen unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung.